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Blindenführhunde


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Blindenführhunde gibt es schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

Im Oktober 1916 wurde der erste offizielle Blindenführhund an seinen neuen Besitzer überheben.

Blinden-Führ-Hunde lernen blinde Menschen den Weg zu zeigen.
Blinden-Führ-Hunde lernen zudem auf Gefahren hinzuweisen.
Gefahren können zum Beispiel Straßen, Schienen oder Baustellen sein.
Der Hund lernt diesen Gefahren auszuweichen

Eine sehr wichtige Aufgabe ist auch die "intelligente Gehorsamsverweigerung".
Dieses schwierige Wort (intelligente Gehorsamsverweigerung) sagt aus,
dass der Hund lernt nicht auf seinen Besitzer zu hören, falls dann eine Gefahr auftreten würde. Wenn der Blinden-Führ-Hund an einer Straße stehen bleibt und der Besitzer ihm den Befehlt "weiter-gehen" gibt muss der Hund diesen Verweigern. 
Blinde Menschen können die Gefahren (zum Beispiel die Straße) nicht sehen.
Deshalb ist es wichtig, dass der Hund stehen bleibt. So weist der Hund den Blinden auf eine Gefahr hin.

Blinden-Führ-Hunde sind also die "Augen" für blinde Menschen.

Experiment

Hast du Lust auf ein kleines Experiment?

Verbinde dir deine Augen.
Ab jetzt siehst du nichts mehr - du bist "blind".
Nimm deine Hände und Finger zur Hilfe.
Mit Händen und Fingern er-tastest du dir jetzt deine Welt.
Versuche in die Küche zu gehen.
In der Küche nimmst du dir ein Glas.
Das Glas füllst du nun mit Wasser.
Jetzt trägst du das Wasser-Glas in das Badezimmer.
Dort kippst du das Wasser in das Wasch-Becken.

Na, hast du dich "blind" zurecht-gefunden?
Konntest du alle Aufgaben lösen?
Ganz schön schwer oder?

Wie hast du dich "blind" zurecht gefunden?

  Puh, das war echt schwer - aber ich hab es geschafft :)   Ich bin die ganze Zeit gegen Dinge gelaufen.   Ich hab mich total verloren gefühlt.   Ich hab mich auch ohne sehen zu können gut zurecht-gefunden.

Vielleicht kannst du dir jetzt etwas besser vorstellen wie schwierig es ist sich blind zurechtzufinden.
Als ich das Experiment das erste Mal gemacht habe, habe ich mich überhaupt nicht zurechtgefunden.
Mittlerweile versuch ich immer mal wieder meine Augen zu schließen und mich nur durch Tasten zurechtzufinden.
Mit jedem Mal wird es besser und ich nehme meine Umwelt jetzt viel intensiver wahr.
Aber auf meine Augen möchte ich nicht verzichten müssen. Es gibt so viele kleine Dinge die man beachten muss.
Ich bewundere blinde Menschen, dass sie ohne sehen zu können durch das Leben kommen. Aber ich weiß jetzt auch wie schwer das ist.
Blinden-Führhunde sind für viele Blinde eine riesen Hilfe.
Die Hunde sind nicht nur bester Freund sondern auch treue Begleiter, die ihren Besitzern helfen sich zurechtzufinden.


Schon gewusst?

Viele blinde Menschen tragen eine Armbinde oder ein Button mit drei schwarzen Punkten auf gelbem Hintergrund.

Oder laufen mit einem weißen (Blinden-)Stock herum. 
Diesen Stock nennt man Tast-/Signalstock.
Solche (Blinden-)Stöcke helfen Blinden sich zu orientieren.
So können sie zum Beispiel Treppenstufen erkennen.



An Bahnsteigen gibt es oft auch geriffelte Linien, kurz vor dem Ende des Bahnsteigs.
Diese Linien nennt man in der Fachsprache taktile Linien.
Sie signalisieren blinden Menschen, dass der Bahnsteig fast zu Ende ist.
Manchmal findet man diese Linien auch schon in der Stadt. Auch dort helfen sie den blinden Menschen sich zurecht zu finden.
Achte doch beim nächsten Shopping-Trip mal gezielt auf solche Linien ;-)

 
 
 
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