Assistenzhunde durchbrechen Barrieren
   

Epilepsie Warn-Hunde

Zu dem Artikel in schwerer Sprache bitte nach unten scrollen.

In leichter Sprache:

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine Krankheit im Gehirn.
Menschen die Epilepsie haben heißen Epileptiker.
Epileptiker haben Krampf-Anfälle.
Bei Krampf-Anfällen verspannen sich die Muskeln.
Man sagt dazu auch,
dass die Muskeln krampfen.
Ein Krampf-Anfall ist sehr anstrengend.

Persönliche Erfahrung:
Bei mir fühlt sich ein Anfall - wie 2 Stunden laufen an.

Man soll keine Menschen bei einem Anfall anfassen.
Epileptiker können einen sonst verletzen.
Das machen sie nicht mit Absicht.
Sondern weil ihre Muskeln so stark krampfen.

Was du tun kannst?

Du kannst die 112 anrufen.
Du telefonierst dann mit der Feuerwehr.
Die Feuerwehr kommt dann helfen.

Was sind Epilepsie Warn-Hunde?

Epilepsie Warn-Hunde helfen Menschen mit Epilepsie.
Epilepsie Warn-Hunde warnen vor Krampf-Anfällen.
Die Warn-Hunde können Möbel weg-schieben.
Das ist wichtig damit Menschen mit Epilepsie sich nicht verletzen.
Die Warn-Hunde können Medikamente bringen.
Die Warn-Hund können Hilfe holen.

Warn-Hunde dürfen mehr als andere Hunde.
Weil die Warn-Hunde sehr wichtig für Menschen mit Epilepsie sind.
Sie dürfen zum Beispiel:

  • mit einkaufen gehen
  • mit zum Arzt
  • mit in Krankenhäuser
  • mit in Flugzeuge
  • kostenlos Bus und Bahn fahren
  • mit in die Schule kommen
  • ...

 


Beispiel:
Stell dir einen Epilepsie-Warn-Hund wie einen Roll-Stuhl vor.
Roll-Stühle helfen Menschen, die nicht laufen können.
Epilepsie-Warn-Hunde helfen Menschen die Epilepsie haben.


Epilepsie Warnhunde
Julia und Cali zu Gast beim KiRaKa
Einfach tierisch! Julia und ihr Hund Cali.mp3 (9.06MB)
Epilepsie Warnhunde
Julia und Cali zu Gast beim KiRaKa
Einfach tierisch! Julia und ihr Hund Cali.mp3 (9.06MB)


In schwerer Sprache:

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung. Menschen, die an Epilepsie leiden nennt man Epileptiker/-innen.
Epileptiker/-innen haben sogenannte epileptische Anfälle (auch Krampfanfälle genannt).
Bei einem Krampfanfall verspannt sich die Muskulatur des Epileptikers / der Epileptikerin.
Häufig sieht dies wie ein "Zappeln" aus.
Während der Krampfanfälle und häufig auch noch einige Zeit danach sind viele Epileptiker/-innen bewusstlos.

Nach einem epileptischen Anfall sind die Betroffenen meist sehr müde und erschöpft.
Das liegt daran, dass der Körper die Muskulatur zu 100% anspannt. 

Daher darf man Menschen bei einem epileptischen Anfall nicht anfassen, da es sonst zu schweren Verletzungen des Helfers / der Helferin kommen kann.

Persönliche Erfahrung: Ich habe mich nach einem epileptischen Anfall immer wie nach einem Marathon gefühlt. Ich war danach immer sehr erschöpft und müde und habe deshalb oft danach geschlafen.

Und was sind jetzt Epilepsie Warnhunde?

Epilepsie Warnhunde lernen vor einem epileptischen Anfall dem Epileptiker / der Epileptikerin dies anzuzeigen.
Dies können sie zum Beispiel durch anbellen, anspringen, anstupsen oder durch das Bringen von Notfall Medikamenten.
Während eines 
epileptischen Anfalls kommen räumen Epilepsie Warnhunde zum Beispiel Schränke, Stühle oder andere gefährliche Dinge zur Seite, an denen sich der Epileptiker / die Epileptikerin verletzen könnte.
Vor allem Gegenstände, die in der Nähe des Kopfes sind können schnell gefährlich werden, daher lernen Epilepsie Warnhunde diese Gegenstände als erstes wegzuschieben.
Epilepsie Warnhunde können auch lernen ein Kissen (für den Kopf) oder eine Decke zu bringen. 
So können Epileptiker/-innen sich nach dem Anfall zudecken und noch etwas liegen bleiben, um sich etwas auszuruhen. 

Epileptische Anfälle können - neben vielen anderen Auslösern - durch Stress ausgelöst werden.
Daher kann es hilfreich sein, wenn Epilepsie Warnhunde im Alltag als Ruhepol dienen und anzeigen falls der Stresspegel stark zunimmt.
Oft ist die bloße Anwesenheit, des Hundes schon eine Erleichterung und verschafft ihnen mehr Sicherheit.
Denn sie wissen, dass sie im Falle eines Anfalles Hilfe von ihrem Assistenzhund bekommen.


Persönliche Erfahrung: 
Für mich ist es sehr wichtig, dass meine Assistenzhündin fremde Menschen während eines Anfalles nicht an mich heran lässt. Nur Menschen, die mir nahe stehen oder eine Uniform tragen dürfen mich berühren. So wird verhindert, dass ich fremde Menschen aus versehen verletze oder diese mir schaden. 


 
 
 
 
E-Mail
Instagram